Cubitos-Hier ist die Welt ein Würfel!

Bei dem Brettspiel Cubitos von Pegasus Spiele ist fast alles irgendwie würfelförmig. Cube Cup ist die jährliche Rennserie an der die spielenden teilnehmen. Mit etwas Würfelglück und Strategie versucht man dort den ersten Platz zu erringen. Die Spielfigur läuft über die Rennstrecke und das Support-Team entscheidet wie es voran geht. Mit den neun gleichen Würfeln starten alle Mitspieler das Spiel. Am Anfang sind die Fähigkeiten der Würfel noch recht schwach. Nach und nach verbessern sich aber die Fähigkeiten und es kommt zu verschiedenen Sonderwürfeln wo zu jedem andere Fähigkeiten zugeordnet werden.

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Cubitos Zubehör

Spielziel von Cubitos

Wer als erstes die Rennstrecke abgeschlossen hat gewinnt das Spiel. Jedem ist überlassen wieviel Runden er selbst machen möchte. Die Spieler wählen am Anfang aus, aus welchem Würfelpool sie starten. Man kann sich immer wieder Würfel aufnehmen und die genommenen Würfel wandern dann von der Ablage zurück in die eigene Auswahl. In den aktiven Bereich wandern dann die Ergebnisse. Aber Achtung, zeigt der Wurf kein Ergebnis an, dann wurde das Glück herausgefordert und man hat Pech gehabt.

Das Spielmaterial

Die Cubes (Würfel) sind in großer Anzahl vorhanden. Sie sind sehr klein, was das gemeinsame Würfeln einfacher macht als wenn man große Würfel in der Hand hätte. Neben den vierzig grauen Würfeln gibt es immer noch dazu zehn in den Farben grün, lila, blau, braun, rot, orange, gelb und weiß. Die sieben Spielkarten gibt es zusätzlich zu jeder Farbe. Die Holzspielfiguren sind ein Schaaf, Affe, Elefant und Löwe und gut stapelbar da sie quadratisch sind. Die Spielertableaus sind aus dünn beschichteter Pappe und haben eine Ablagefläche für die einzelnen Spielphasen. Das Fankurven-Tableau ist ebenfalls aus diesem Material gemacht. Aus dickerer Pappe sind dann die beidseitig bedruckten Spielpläne, also die Rennstrecken hergestellt.

Ebenso sind im Spielmaterial die Kredit- und Nachschub-Plättchen enthalten. Weiterhin gibt es eine längliche Aufbewahrungsbox und zwölf Schachteln, die man vor der ersten Partie zusammenbaut. Das Papp Inlay der quadratischen Spielschachtel muss dann aber entfernt werden, sonst passen die Boxen nicht mit hinein. Zu Beginn sehen die Boxen etwas zerbrechlich aus und lassen sich schwer öffnen oder schließen. Allerdings lässt das mit der Zeit nach und es funktioniert immer besser. Wenn man die Anleitung liest und danach spielen möchte, dann ist man erst Mal verwirrt. Besser ist es daher einfach mit dem Spiel loszulegen und daraus zu lernen. Dafür sind die 56 Spielkarten genau beschrieben.

Die Spieleranzahl

Spielt man mit Spielanfängern, dann sollte man erstmal nacheinander spielen. Erst mit ein wenig Spielerfahrung kann man einiges parallel ablaufen lassen. Spielt man nacheinander kann für die anderen Spieler ein länger Spielstillstand entstehen. Aber es ist auch immer schön mit den anderen Mitspielern mitfiebern zu können ob der Wurf gelingt oder nicht. Auch zu zweit funktioniert das Spiel Cubitos gut, da man darauf achtet, dass der Abstand nicht so groß wird zum Gegner. Bei weniger Spielern werden auch keine weiteren Würfel entfernt.

Die zwei Spielphasen von Cubitos

Würfelabschnitt

In diesem Abschnitt füllt man das Tableau mit den Würfeln bis zum Maximum auf. Diese legt man dann in den Bereich der Bereitschaft. Am Anfang sind das die neun grauen Würfel. Während dem Spiel kann man die Anzahl erhöhen. Dafür muss man Nachschub-Plättchen sammeln oder Bonus dafür bekommen, dass man im Rennen zurück liegt. Bei den gewürfelten Würfeln werden die Würfel mit einer Trefferseite nach oben in den Aktionsbereich verschoben. Danach darf man entweder die restlichen Würfel noch einmal würfeln oder passen. Liegen drei oder mehr Würfel im Aktionsbereich, kann es passieren, dass man die Würfel riskiert wenn man keinen Treffer erzielt. Hört man rechtzeitig auf, dann können die aktiven Würfel ausgewertet werden.

Rennabschnitt

Hier werden alle oben liegende Symbole auf den gekauften Würfeln gewertet. Dies führt je nach Kartenauswahl zu den verschiedensten Effekten. Für jeden gewürfelten Fuß darf man seine Figur ein Feld nach vorne ziehen. Das kann diagonal, vertikal oder auch horizontal geschehen. Ohne Spezialfähigkeiten kann man keine Wasserfelder betreten. Manchmal kein ein kleiner Umweg auch Vorteile bedeuten. Man erhält zum Beispiel einen weiteren Würfel oder Kreditplättchen, wenn man auf einem Bonusfeld seinen Spielzug beendet.

Glücksspiel

Natürlich spielt das Glück bei diesem Spiel eine große Rolle, da mit vielen Würfeln gespielt wird. Würfelt man schlecht, dann hat man halt auch Pech. Ein Sieg in greifbarer Nähe kann schneller zunichte gemacht werden von seinem Mitspieler als man denkt.

Zusatzregeln

Im Laufe des Spiels benötigt man einige Erläuterungen die wichtig sind. Oft ist es so, dass man die Erläuterung erst braucht, wenn sich eine bestimmte Fähigkeit darauf bezieht.

Die Fankurve

Erleidet man einen Fehlwurf oder erhält man einen Bonus eines bestimmten Feldes, dann rückt man mit der Spielfigur um ein Feld nach vorne. Man startet von der Tribüne aus auf das Feld Nummer 1. Ist eine Figur bereits auf Feld 13, also dem letzten Feld angekommen, dann darf man erneut vorrücken. Es gibt Fähigkeiten, die sich auf die Anzahl der Fans auf dem Feld der Fankurve beziehen. Am Anfang des Spieles hat man also immer genau 0 Fans.

Das Vergleichen

In der fünften Phase muss man die Fähigkeiten der roten Karten vergleichen und ebenso darauf schauen, wer die meisten roten Karten hat. Sollte Gleichstand herrschen, dann sieht man auf der Karte wie man weiter machen muss.
Nase vorn hat die Person, die am nächsten in der Nähe der Person sitzt, die die Nase vorn hat und darf dann die entsprechende Fähigkeit ausführen.

  • Erscheint ein „Niemand“, dann führt keiner die Fähigkeit der Karte aus.
  • Kommt die Fähigkeit „bis zu“, dann wird auch die 0 mit eingeschlossen.
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Cubitos Würfel

Den Würfel zum Wurf hinzufügen

Durch die Symbole auf den Würfeln hat man auch die Möglichkeit noch weitere Würfel werfen zu können. Das Symbol zeigt die Anzahl an und dann legt man los. Hat man einen oder mehrere Treffer, dann legt man die Würfel in seinen eigenen Aktionsbereich. Es passiert nichts, wenn man keinen Treffer gewürfelt hat. Die Würfel legt man dann einfach nur noch in die eigene Bereitschaft. Reichen die Würfel im Nachschub nicht aus, dann nimmt man sich noch alle verfügbaren Würfel dazu.

Die aktiven Würfel

Die Würfel, die sich im Aktionsbereich befinden auf dem eigenen Tableaus sind aktive Würfel. Da spielt es auch keine Rolle ob sie Treffer sind oder welches Symbol oben liegt.

Die Würfel abgeben

Es gibt Felder mit einem Bonus oder auch Karten mit den Fähigkeiten die einen dazu zwingen, bzw. erlauben einen Würfel abzugeben. Gibt man einen Würfel ab, dann nimmt man ihn aus seinem eigenen Bereich und darf auswählen welchen man nimmt. Der Würfel kommt dann in den entsprechenden Vorrat zurück. Man kann ihn wie bisher kaufen. Nur den „Nase vorn“ Würfel gibt man so nie ab.

Über das Wasser gehen

Die Spielfiguren bewegen sich normal nicht auf den Wasserfeldern. Nur wenn eine Fähigkeit das ausdrücklich erlaubt, dann ist das möglich. Ist die Bewegung zu Ende und die Spielfigur steht auf einem Wasserfeld, dann lässt man sie dort auch stehen. Achtung es gibt eine Ausnahme! Wenn alle angrenzenden Felder Wasserfelder sind und man seine Figur nicht bewegen kann, da man die Wasserfelder ja nur in Ausnahme betreten darf, dann bleibt die Spielfigur stehen.

Die Würfel und Plättchen im Vorrat

Im Vorrat ist die Zahl der Würfel begrenzt. Möchte man eine bestimmte Farbe an Würfel aus dem Vorrat kaufen und dieser ist nicht mehr vorhanden, dann kann man diesen auch nicht mehr bekommen. Dafür ist aber die Zahl der Nachschub- und Kreditplättchen ohne eine Grenze. Ist es doch einmal passiert, dass diese ausgegangen sind, dann sorgt man für einen ebenbürtigen Ersatz.

Gefahr

Besitzt man drei oder mehr aktive Würfel, dann ist man für den Rest der Runde in Gefahr. Ist man in Gefahr, dann kann es passieren, dass man einen Fehlwurf macht. Man bleibt auch später in Gefahr, wenn die aktiven Würfel unter die Zahl drei sinken. Denn ist man einmal in Gefahr, dann zählt das bis zum Ende der Runde.

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Fazit zu Cubitos

Das Spiel Cubitos nennt man auch ein Dice Building Game. Das bedeutet, dass man zu Beginn einen bescheidenen Anfangsbestand hat, den man im Spiel dann aufstocken und erweitern kann. Bei den Deckbauspielen ist es normalerweise der Nachziehstapel von dem man zieht und hier ist es einfach der Nachschub aus dem man seine Ware bezieht. Der Ablagestapel ist in unserem Fall die Ruhezone. Denn alle neu gekauften Würfel und auch Treffer legt man hier in die Ruhezone. Erst wenn die Würfel vollkommen aufgebraucht sind, legt man diese in den Nachschub zurück. Durch die anschaulichen Team-Tableaus wird dieser Kreislauf, den vielen schon bekannt ist noch besser dargestellt.

Die Anzahl der Würfel die man in einer Runde würfeln darf, spielt immer eine wichtige Rolle. Im Feld Bereitschaft steht die Zahl um wieviel Würfel es sich handelt. Zu Beginn hat man neun Würfel, doch die Anzahl kann schnell steigen durch Fortschritte an der Fantribüne. Spieler die auf der Rennstrecke zurück liegen, dürfen zum Ausgleich noch Würfel dazu nehmen. Dies wird immer durch rote Linien gekennzeichnet. Mit den Startwürfeln kann man also keinen Krieg gewinnen sondern hofft auf die farbigen Würfel.

Diese bieten eine größere Treffer-Wahrscheinlichkeit, da die Würfel zwei oder sogar drei Symbol-Seiten aufzeigen. Auch ihre Effekte sind auf alle Fälle stärker. Die grünen Würfel haben die Funktion, dass sie oft vor Fehlwürfen schützen. Die blauen Würfel beeinflussen auf dem Parcours die Bewegungen und andere Würfel entsorgen kann man mit den braunen Würfeln. Eine Interaktion wird durch rote Würfel verstärkt, denn nur wer die meisten roten Würfel besitzt kann dieses Symbol auch benutzen.

Die Spielkarten geben immer die genauen Fähigkeiten vor. Es gibt sieben verschiedene Karten von jeder Farbe. So ist immer für genügend Abwechslung gesorgt. Ebenso die vier verschiedenen Parcours sorgen für viele Varianten. Da gibt es den Zick-Zack Kurs, Rundkurs usw. Diese können nach jeder Partie anders gestaltet werden. In den Spielregeln findet man acht verschiedene Kombinationen an Kursen oder auch Karten. Am besten handelt man sie in der vorgegebenen Reihenfolge ab. Anschließend hat man die Möglichkeit, sich sein eigenes Rennen je nach Belieben zusammen zu stellen.

Natürlich spielt bei jedem Würfelspiel der Glücksfaktor eine große Rolle. Hier ist es wichtig über das gesamt Spiel die richtigen Entscheidungen zu fällen. Wichtig wäre es da, vor Spielbeginn die Voraussetzungen zu kennen und sich vielleicht eine Taktik auszudenken. Schaut euch eine geeignete Route an und sucht dafür die passenden Würfel heraus. Wichtig ist auch beim Würfeln sein Risiko gut einschätzen zu können. Denn ganz schnell kann die Glückssträhne vorbei sein. Da fast immer alle Spieler gleichzeitig in Aktion sind, geht der Spielablauf recht schnell voran.

Vergleicht man dieses Spiel zum Beispiel mit Wettlauf nach El Dorado, dann ist auffällig, das taktisch kluges würfeln hier wichtiger ist als der Deckbau. Es ist lohnenswert am Anfang seinen Würfelpool zu optimieren und sich einen guten Würfelvorrat anzulegen um weite Strecken gehen zu können. So ist es nicht verwunderlich, wenn sich einer seines Sieges sicher ist und dann noch überholt wird auf der Zielgeraden von einem taktisch klugen Spieler. Das Spiel erinnert ein wenig an das Computerspiel Minecraft, da alles so klobig wirkende Kuben hat als Spielfiguren statt kleinen zierlichen Böbchen.

Die Schachteln in denen das Spielmaterial verstaut wird sind ebenfalls würfelförmig. Leider ist das im Nachhinein nicht die perfekte Lösung gewesen, da sie etwas unpraktisch sind. Viel sinnvoller wären da einfache Beutel mit Zippverschluss gewesen. Auf jeden Fall ist das Spiel Cubitos absolut spielenswert und auch interessant aufgebaut. Die Schachtel prangert das Spiel als Kennerspiel an obwohl es durchaus zu einem gehobenen Familienspiel platziert werden kann. Hat man die Spielregeln, die nicht allzu schwer zu verstehen sind einmal verstanden, dann ist es ein flottes und abwechslungsreiches Spiel welches man gerne wiederholen möchte.

Die bunten Würfel und die Haptik fordern einen geradezu heraus und man kann es kaum abwarten loszulegen. Das Glücksspiel fordert einen immer wieder heraus und puscht einen. Riskiere ich es wirklich weiter zu würfeln oder bin ich mit dem erreichten zufrieden? Auch die Regeln führen dazu, dass man das Pech auch abwenden kann. Denn ein Wurf ist nur versaut, wenn man kein Ergebnis erzielt und im aktiven Bereich mindestens drei Würfel liegen. Durch seine Fankurve kann man eine kleine Belohnung erhalten was ich auch sehr motivierend finde. Weniger motivierend ist, dass zu wenig Interaktion stattfindet.

Schön wäre es gewesen wenn man was für die ganze Gemeinschaft gefunden hätte. Das Spiel ist im großen und ganzen schnell zu spielen, unterhaltsam und höchst emotional.

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