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Brettspiele sind seit Hunderten von Jahren die beliebtesten Gesellschaftsspiele. Jeder Haushalt auf der ganzen Welt sollte mindestens ein Brettspiel zu Hause haben und in den meisten Fällen ist das auch so. Gespielt wird nämlich immer und mittlerweile kann man sogar das eine oder andere Brettspiel online spielen. In Zeiten von Corona treffen sich viele Menschen am virtuellen Spieltisch, um eine oder auch mehrere Runden zu spielen. Brettspiele gibt es inzwischen Tausende und in den verschiedensten Ausführungen.

Welche davon die bekanntesten, beliebtesten und meistverkauften Spiele sind, das erfahrt ihr hier bei uns. Natürlich ist die Auflistung subjektiv zu betrachten, denn Spielen ist immer Geschmacksache. Kennt ihr andere Games, die ihr lieber in den Top 10 der bekanntesten Brettspiele gesehen hättet? Lasst es uns gerne in den Kommentaren wissen!

Top 10 der bekanntesten Brettspiele

Die großen Spieleverlage melden in Zeiten der Pandemie Rekordumsätze. Während Ausgangssperre und Kontaktverbot kehren die Familienspiele, insbesondere Brettspiele, zurück in die heimischen Spielstuben. Schließlich sind Gesellschaftsspiele eine perfekte Möglichkeit, Kinder zu beschäftigen und auch sich selbst die Zeit zu vertreiben. Mit Freunden trifft man sich in der virtuellen Welt zum Brettspiele online spielen. Das eine oder andere der Top 10 Brettspiele findet sich sicher im Spiele-Portfolio eines jeden Haushalts. Wer einen Spielekoffer oder eine Spielesammlung besitzt, hat auf alle Fälle eines der nachfolgend genannten Brettspiele Top Ten zu Hause – nämlich Mensch ärgere dich nicht. Der Spiele-Klassiker gehört zur Grundausstattung in jedem Spielesortiment.

Top 10 – Azul

Azul Brettspiel

Auf Platz 10 und damit auf dem letzten Platz in der Top 10 Brettspiele landet das noch recht neue Spiel Azul. Dabei handelt es sich um ein farbenfrohes, taktisches Brett- und Legespiel, das 2018 als Spiel des Jahres und zudem mit dem Deutschen Spielepreis gekürt wurde. Mit kleinen, prachtvoll gestalteten Fliesen-Plättchen werden die Wände von Portugals Königspalast kunstvoll verziert. Auf einer Ablagetafel versuchen die Spieler durch eine Kombination aus bunten Fliesen möglichst viele Punkte zu erzielen. Mittlerweile gibt es mehrere Varianten des Spiels, die aber alle das gleiche Ziel haben, nämlich einen prachtvoll verzierten Palast.

Top 9 – Schach

schachbrett

Unter den Brettspielen ist Schach das Spiel, das weltweit eine besondere kulturelle Bedeutung einnimmt. In jedem Erdteil wird das Strategiespiel gespielt und es hat längst Kultstatus erreicht. Ob Schach Turnier, Schach Wettkampf, Schach Weltmeisterschaft – Das Spiel gilt mittlerweile als Sportart und ist im europäischen Raum spätestens seit dem 13. Jahrhundert fest in unserer Kultur etabliert. An Popularität fehlt es dem Taktikspiel jedenfalls nicht und das Schachbrett, mit seinen Schachfiguren Dame, König, Läufer, Pferd, Turm und Bauern gehört mittlerweile in jede gute Spielesammlung. Bei uns erzielt das Spiel nur Platz 9 in der Top Ten, wegen der hohen Anforderungen an die Konzentration und weil es nur mit zwei Personen gespielt werden kann.

Top 8 – Das verrückte Labyrinth

brettspiele verrücktes labyrinth

Das verrückte Labyrinth, bei uns auf Platz 8 der Top Ten Brettspiele, erschien im Jahr 1986 und wurde bei Ravensburger (zur Webseite) innerhalb kurzer Zeit zum Verkaufsschlager. Nach seinem Erscheinen landete das Brettspiel direkt in der Auswahlliste für das Spiel des Jahres 1986 – den Preis gewonnen hat allerdings das Detektiv-Spiel Heimlich & Co. . Heute gehört das Labyrinth-Spiel mit seinem quadratischen Spielplan und den viereckigen Labyrinth-Plättchen, die man auf dem Plan hin und her verschiebt, zu den Klassikern in den Kinderzimmern. Mit einer guten Auffassungsgabe und ausreichend Konzentration sichert man sich nacheinander seine eigenen Schätze und verbaut den Gegenspielern gezielt den Weg zu ihren. Inzwischen gibt es mehrere Labyrinth Versionen und auch ein gleichnamiges Kartenspiel.

Top 7 – Cluedo

Cluedo Detektivspiel

Das meist gespielte Detektivspiel ist der Brettspielklassiker Cluedo. Zunächst erschien es 1959 im deutschsprachigen Raum unter dem Titel ‘Wer ist Meisterdetektiv?'. Durch Kombinieren von verschiedenen Hinweisen und geschicktes Fragen müsst ihr einen Mordfall aufklären. Findet durch gezieltes Handeln heraus, wo genau der Tatort ist, welche die Tatwaffe ist und vor allem, wer der Mörder ist. Durch den Einsatz eines Würfels spielt auch der Zufall eine gewisse Rolle im Spielablauf. Das Spiel nimmt durch mehr als 320 unterschiedliche Lösungsmöglichkeiten immer wieder eine andere Wendung und wird auch nach mehrmaligem Spielen nicht langweilig. Bei uns landet Cluedo auf Platz 7 der Brettspiele Top 10.

Top 6 – Spiel des Lebens

Spiel des Lebens

Das Gesellschaftsspiel Spiel des Lebens wurde in Deutschland im Jahr 1980 herausgegeben. Spielziel ist, alle Stationen des Lebens – angefangen beim Abitur bis hin zum Ruhestand – zu durchlaufen und dabei möglichst viel Kapital anzuhäufen. Entscheidend sind die einzelnen Karriereschritte die man durchläuft. Studium oder Arbeit, Familiengründung, Finanzierungen und das Anhäufen verschiedener Statussymbole, die am Spielende in Geld umgerechnet werden. Der Dreh am Glücksrad entscheidet über die Schritte, die man voranziehen darf. Letzten Endes entscheidet das Glück, wie schnell man zum Ziel kommt. Nur an wenigen Stellen des Spieles hat man Entscheidungsmöglichkeiten. Als Familienspiel sorgt es sowohl bei kleinen Kindern als auch bei Erwachsenen für Kurzweil. In unserer Top Ten ist das Brettspiel im Mittelfeld auf Platz 6 angesiedelt.

Top 5 – Risiko

brettspiele risiko

Einer der Klassiker der Strategie Brettspiele ist das Spiel namens Risiko. Bei uns schafft es das Taktikspiel auf Platz 5 im Mittelfeld der Top Ten. Beim Spielen sind Diplomatie, Taktik und das nötige Quäntchen Glück unabdingbar. Das Spielziel ist, Gebiete, Kontinente oder gar die ganze Welt zu erobern. Dabei muss man die Armeen der Gegenspieler auflösen. Mittels verschiedener Aufgabenkarten muss man bestimmte Aufträge erfüllen. Spielbestimmend sind sowohl die Größe der Armeen, deren strategischer Einsatz, aber auch das Glück beim Würfeln. Auch wenn das primäre Thema des Brettspiels ‘Krieg' ist, was auf manche Spieler abschreckend wirkt, steht hier auf alle Fälle die taktische Herausforderung im Vordergrund.

Top 4 – Scrabble

Scrabble Brettspiel edited

Das Buchstaben-Brettspiel Scrabble zählt definitiv auch unter die Top 10 Brettspiele. Bei uns belegt es den 4. Platz der bekannten Brettspiele. Mittels einzelner Buchstaben-Plättchen müssen Wörter auf dem Spielbrett zusammengesetzt werden. Durch geschicktes Ablegen kann man auf 60 Bonusfeldern ein Mehrfaches des Buchstaben- bzw. Wortwertes einkassieren. Das Spiel wurde 1931 unter der Bezeichnung Lexico entwickelt und auf den Markt gebracht. Der Spielname Scrabble wurde erst 1948 beim Patentamt eingetragen und das Brettspiel führt seitdem diese Bezeichnung.

Top 3 – Die Siedler von Catan

Brettspiele die Siedler von Catan

Das Aufbau-Brettspiel Die Siedler von Catan erschien 1995 im Kosmos-Verlag und erzielte direkt den Titel Spiel des Jahres 1995. Außerdem wurde das spannende Strategie-Brettspiel im Erscheinungsjahr mit dem Deutschen Spielepreis ausgezeichnet. Seitdem hat sich Einiges getan rund um das Siedlerspiel. Inzwischen gibt es zahlreiche Spielerweiterungen und das Brettspiel wurde anlässlich des 20. Geburtstags im Jahr 2015 in Catan – Das Spiel umbenannt. Unter dieser Bezeichnung finden Catan-Freunde inzwischen auch eine höchst interessante Webseite, die sich ausschließlich mit der Welt von Catan beschäftigt. Das Spiel hat Platz 3 in unserer Top 10 Liste der besten Brettspiele hoch verdient.

Top 2 – Mensch ärgere dich nicht

brettspiele mensch ärgere dich nicht

Neben Monopoly ist Mensch ärgere dich nicht eines der bekanntesten und sehr beliebten Brettspiele für Groß und Klein, das nahezu in jedem Haushalt zu finden ist. Keine Spielesammlung und kein Spielekoffer kommen ohne Mensch Ärgere Dich Nicht aus. Das Familienspiel wird ganz gerne als Mutter der Brettspiele bezeichnet und es begeistert die Spieler bereits seit dem frühen 20. Jahrhundert. Es eignet sich perfekt als Gesellschaftsspiel für die ganze Familie. Mittlerweile gibt es das Spiel in den verschiedensten Ausführungen, aber das Classic Exemplar von Schmidt Spiele ist immer noch das Beliebteste. Mit dem Verkauf von jährlich rund 100.000 Exemplaren ist der Brettspielklassiker einer der absoluten Spitzenreiter und belegt deshalb wohl verdient den 2. Platz in der Top 10 der beliebtesten und bekanntesten Brettspiele.

Top 1 – Monopoly

monopoly brettspiel

Monopoly, das klassische Gesellschaftsspiel für Erwachsene und Kinder, landet auf Platz 1 unserer Top 10 der bekanntesten Brettspiele. Es zählt schon lange als das beliebteste Familienspiel und darf in keiner Spielesammlung fehlen. Hier werden Grundstücke gekauft, Häuser und Hotels gebaut, Mieten kassiert und als Immobilienmogul treibt ihr eure Mitspieler in den finanziellen Ruin – sofern ihr das Glück habt, die teuersten Straßenzüge zu ergattern und auch über das nötige Kleingeld verfügt, um diese zu bebauen. Das strategische Familienspiel zählt unter die drei erfolgreichsten Brettspiele und die erste deutsche Ausgabe erschien bereits 1936 unter der Lizenz des Spieleherstellers Schmidt Spiele.

Die besten Brettspiele

Fragen und Antworten

Welches ist das beliebteste Brettspiel aller Zeiten?

Das meistverkaufte Brettspiel ist unsere Top 1, nämlich Monopoly. Inzwischen gibt es zahlreiche Versionen vom Classic Monopoly, über Special Editionen wie Rock-Band Monopoly (z.B. AC/DC-Monopoly, Metallica-Monopoly, Beatles-Monopoly), Comic Monopoly (z.B. Angry Birds Monopoly, Marvel Universe Monopoly, Pokemon Monopoly) oder Computerspiele Monopoly (z.B. Assassins Creed Monopoly, The Legend of Zelda Monopoly, World of Warcraft Monopoly) bis zum Städte Monopoly mit den bekanntesten Städten oder Regionen Deutschlands und ihren Straßen.

Wo kauft man am besten Brettspiele?

Am besten ist es, wenn man seine Spiele beim lokalen Händler aussucht. Zum einen kann man sich dort von der Unversehrtheit des Spielkartons überzeugen, zum anderen sichert man mit jedem Kauf die Zukunft des Händlers. Viele Händler bieten ihr Spielwaren Sortiment mittlerweile auch online an. Natürlich kann man auch direkt beim Hersteller bestellen. Die meisten Spieleverlage haben eine eigene Homepage mit Shop-System.

Was tun, wenn einzelne Teile eines Brettspiels fehlen?

Die meisten Spiele-Hersteller und Spieleverlage haben einen Ersatzteilservice. Besucht die Webseite des Herstellers und stellt eine Anfrage über das Kontaktformular oder über die Mailadresse. Häufig kann man auf diese Weise die fehlenden Teile gegen einen kleinen Euro-Betrag wieder ersetzen.

Muss man sich an die Brettspiel Altersempfehlung halten?

Das ist nicht unbedingt notwendig. Gerade bei kleinen Kindern ist die geistige Entwicklung so unterschiedlich, dass es durchaus möglich ist, dass die Kleinen das Regelwerk eines Spieles vollumfänglich erfassen und umsetzen können, obwohl sie das empfohlene Alter lange nicht erreicht haben. Als Beispiel: Bei Mensch ärgere dich nicht ist die Altersempfehlung ab 6 Jahren. Sobald Kinder sicher bis 10 zählen können, was häufig schon lange vor der Einschulung der Fall ist, können sie auch problemlos dieses Brettspiel ausprobieren.

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Hier findet ihr eine Übersicht unserer Brettspiele. Die Regeln und Spielanleitungen dazu findet ihr hier. Für weitere Fragen könnt ihr euch gerne per Kontaktformular an uns wenden.

Was sind Brettspiele?

Es sind Gesellschaftsspiele meist für 2 Spieler oder mehr, welche auf einem Brett gespielt werden. Die Auswahl ist relativ groß und im Zeitalter der Technik sind diese trotzdem aus keinem Haushalt weg zu denken. Die einen Spiele sind auf Spaß ausgelegt, andere auf Taktik und Spannung. Die Gemeinde der Brettspieler ist mindestens genauso große wie diese von online Spielen, wenn nicht sogar noch größer. Es gibt ganze Spielgruppen welche sich der Spiele auf einem Brett verschrieben haben und das schon seit Jahrzehnten.

Galerie

Mehr über Eggertspiele.de können Sie auf Wikipedia erfahren.

Brettspiele – darum bieten sie so viele Vorteile

Es braucht keine Internetverbindung, keine lange Fahrt mit dem Auto, keinen besonderen Aufwand und auch keine zusätzlichen Kosten und doch ist es ein zeitloser Spaß, der immer und immer wieder erlebt werden kann. Alles, was tatsächlich braucht, befindet sich für gewöhnlich in einem einzelnen Karton. Gemeint sind natürlich Brettspiele.

Jeder kennt das ein oder andere Brettspiel und hat schon mal in einer kleinen oder großen Spielrunde gesessen. Selbst wenn es dabei vielleicht nur darum ging, mit dem Würfel eine möglichst hohe Zahl zu treffen und die eigenen Spielfiguren vom Start ins Ziel zu rücken. Davon abgesehen gibt es jedoch inzwischen eine schier unüberschaubare Vielfalt an Brettspielen und das Zubehör geht zuweilen weit über Würfel und kleine Spielfiguren hinaus.

Das Setting – Ein Fest der Fantasie

Spannende Geschichten, fremde Welten, vergangene oder zukünftige Zeitalter und so weiter – der Hintergrund, also das Setting, eines Brettspiels ist oftmals eine Sache der Fantasie. Gerade darin liegt einer der großen Vorteile von solchen Spielen. Denn wann bietet sich schon mal die Gelegenheit, ins Mittelalter zu reisen, mit Schiff die Ozeane zu befahren oder ein völlig verrücktes Pferderennen zu beobachten? Genau das ermöglichen zum Beispiel die Brettspiele „Im Schutze der Burg“, „Village Port“ oder „Change Horses“ aus dem Hause Eggertspiele.

Das Miteinander – ein Hauptaspekt von Brettspielen

Wie groß und detailliert die Hintergrund-Geschichte beziehungsweise das Setting eines Brettspieles ausfällt, ist freilich ganz unterschiedlich und eine Sache der eigenen Vorlieben. Was jedoch wirklich immer bleibt, ist das Miteinander, welches Brettspiele bieten. Es gibt kaum bessere Gelegenheiten, die ganze Familie über Stunden hinweg an einem Tisch zu versammeln und gemeinsam eine gute Zeit zu haben. In Zeiten, da sich vielfach auch einfach stumm vor den Fernseher gesetzt wird, ist das eine wunderbare Abwechslung.

Zumal viele Brettspiele nicht etwa auf eine Altersklasse begrenzt sind, sondern generationsübergreifend Spaß bieten. So können in dem Spiel „Spectaculum“ zum Beispiel sowohl die achtjährige Tochter als auch Mama, Papa und Opa gleichermaßen um den Sieg spielen. Abgesehen von der Familie betrifft das natürlich alle möglichen Gesellschaften. Ob Wohngemeinschaft, Jugendclub oder Pärchenabend – ein Brettspiel ist der ideale Anlass um gemeinschaftlich einige schöne Stunden zu verbringen.

Der Lerneffekt bei Kindern

Während die Spielerschaft von Brettspielen generell wirklich alle Altersklassen mit einschließt, dürfen Kinder dabei doch hervorgehoben werden. Denn gerade Heranwachsende haben Brettspiele mehrere positive Aspekte. Wie erwähnt, ist stets ein gewisses Miteinander gegeben, in dem dann eben auch Kinder integriert sind. Während des Spielens sind alle auf Augenhöhe. Mama und Papa sind dann für einige Zeit einmal nicht „die Erwachsenen“, sondern alle sind gleich.

So dürfen die Kleinen dann auch mal ganz deutlich erleben, wenn die Eltern sich ärgern, weil sie beim Würfeln ständig Pech haben oder ähnliches. Das sind wichtige Lektionen, die ein Kind dann spielerisch lernt. Mama und Papa selbst haben da natürlich die Gelegenheit, zu zeigen, wie man mit Niederlagen und Misserfolg richtig umgeht – und ebenso wie man sich bei Erfolg verhält. Das ist natürlich oft leichter gesagt als getan. Das Stichwort heißt Sozialkompetenz und genau diese eignen sich Kinder bei Brettspielen ganz automatisch an.

Der didaktische Effekt umfasst allerdings noch weitaus mehr. Denn ein Hauptaspekt vieler Spiele ist das strategische und vorausschauende Denken. Das Spiel „Sherwood Forest“ von Eggertspiele beispielsweise findet in einer Planungsphase und einer Überfallphase statt. Somit muss hier gleich am Anfang gut taktiert werden, um am Ende erfolgreich zu sein, wobei der Faktor Glück natürlich nicht außer Acht gelassen wird. Generell fördern Brettspiele in vieler Hinsicht die Intelligenz. Lesen und Vorlesen etwas gehört zu zahlreichen Spielen dazu und auch mehr oder weniger einfache Rechenaufgaben sind oft essentiell.

Bei manchen Brettspielen ist wirtschaftliches Denken ganz und gar der Kern des Spiels. Wer an so etwas Gefallen findet, hat zum Beispiel bei „Macht$piele“ seinen Spaß. Bedacht werden muss letztlich nur, inwiefern vielleicht Geld und Währung eine Rolle spielen, beziehungsweise spielen sollen. Wobei es im Prinzip ein weiterer Vorteil ist, dass Kinder durch das Spielen mit Spielgeld und die spielerische Simulation von Kauf- und Wirtschaftsprozessen ein immer besseres Gefühl für den Wert von Geld erlernen.

Auch für Senioren immer eine sinnvolle Beschäftigung

Im Bezug auf die Anforderungen hinsichtlich Intelligenz, strategischer und eben kognitiver Fähigkeiten, darf außerdem nicht unerwähnt bleiben, dass Brettspiele gerade für Senioren eine sinnvolle Beschäftigung darstellen. Es ist inzwischen erwiesen, dass das Erlernen neuer, gänzlich unbekannter Tätigkeiten und Denkprozesse das Gehirn sozusagen trainiert und nicht zuletzt solcher Erkrankungen wie Demenz vorbeugt. Das Stichwort lautet hier Gehirnjogging.

Da es unzählige Brettspiele gibt, bietet es sich demnach an, selbst im höheren Alter noch, das ein oder andere neue Spiel auszuprobieren, die Spielart kennen zu lernen und darin besser zu werden. Dabei müssen es freilich keine hochkomplexen Wirtschaftsspiele sein. Ein Spiel mit verständlichen Regeln und in sich greifenden Prozessen ist dagegen genau das richtige. Mit dem passenden Setting macht das ganze noch umso mehr Spaß und ist außerdem die perfekte Gelegenheit für Oma, Opa, Enkelin und Enkel gemeinsam zu spielen. „Glück Auf“, ein Spiel rund um Bergleute und die Förderung von Kohle, ist dafür ein ideales Beispiel.

Brettspiele können überall aber müssen nicht ständig gespielt werden

Wie eingangs erwähnt, braucht es zum Spielen generell niemals mehr als das, was sich im jeweiligen Spielekarton befindet. Die Grundlage kann ein Tisch liefern, aber genauso lässt es sich bequem auf dem Boden spielen. Darin liegt ein großer Vorteil. Im Wohnzimmer, auf dem Balkon, beim Picknick oder auch im Urlaub – solange das Spiel im Schrank beziehungsweise mit im Gepäck liegt, steht dem Spaß absolut nichts im Weg.

Zumal kaum ein Brettspiel absolut repetitiv ist. Stattdessen ergeben sich nicht zuletzt durch den Faktor Zufall und eben die Konstellation der Mitspieler immer wieder neue Spielrunden. Immer wieder neue Taktiken können ausprobiert, immer wieder neue Geschichten erzählt und immer wieder neue Endergebnisse erzielt werden. Beim Spiel „Neuland“ zum Beispiel kann schon ein einziger Zug auf vier verschiedene Arten stattfinden und dabei etwas produziert, etwas abgegeben, etwas gebaut oder etwas platziert werden. So unterschiedlich diese Möglichkeiten sind, so verschieden fallen entsprechend die Spielrunden aus.

Obwohl Brettspiele eben diese Vielfalt, diesen Spaß und stets neu zu erlebende Spannung bieten, heben sie sich in einem entscheidenden Aspekt von der modernen Alternative, den Videospielen, deutlich ab: es gibt keinen Suchtfaktor. Während das Spielen am flimmernden Monitor oder Fernseher ganz erwiesenermaßen ein relativ hohes Suchtpotential birgt, ist dies bei Brettspielen nicht der Fall. Große Freude, Ärger und vielleicht sogar einmal Wut – all diese Emotionen können bei Brettspielen zweifelsohne auftreten, eine Sucht entwickelt sich daraus jedoch nicht. Ein bekannter Spieleentwickler sagte einmal sinngemäß: „Wenn das Spiel gut verläuft, dann freue ich mich und wenn das Spiel schlecht verläuft, dann geht mein normales Leben trotzdem weiter.“

Der Entspannungsfaktor

Das erwähnte Zitat, welches auch darauf hinweist, dass man ein Brettspiel mal gewinnt und mal verliert, deutet auf den hohen Entspannungsfaktor hin, den dieser Zeitvertreib bietet. Wenn eine Runde letztlich verloren wird, kann diese dennoch großen Spaß gemacht haben und der Sieg wäre nur ein Bonus des ganzen gewesen. Der Weg ist oft das Ziel und dieser Weg bereitet die gesamte Zeit über Vergnügen, bei dem man den Alltag vergisst. Daher sind ein oder zwei Stunden mit dem ein oder anderen Brettspiel in geselliger Runde eine geradezu ideale Art, den Feierabend zu verbringen.

Schließlich kann man währenddessen ebenfalls auch ein Glas Wein trinken und ein paar Süßigkeiten naschen. Eben jene Sachen, die man sonst vielleicht still und für sich vor dem Fernseher oder bei einem Buch tut, was beides natürlich nicht schlecht ist – doch beim Brettspiel wird alles schließlich als Miteinander erlebt und geteilte Freude ist eben doppelte Freude.

Fazit – darum haben Brettspiele nur Vorteile

Brettspiele können absolut einfach gestaltet oder aber hoch komplex sein. In jedem Fall aber sind sie ein großer Spaß. Das besondere an Brettspielen ist dabei, dass der Spaß umso größer ausfällt, je mehr Spieler daran beteiligt sind. Denn das Miteinander ist ein entscheidender Aspekt und Vorteil von Brettspielen. Hinzu kommt die fantastische Vielfalt. Das Setting von solchen Spielen kann sowohl im Mittelalter als auch in der Zukunft liegen und es kann um einfache Wettrennen via Würfel gehen oder es stehen strategische Entscheidungen im Fokus.

Das Spiel „Time ‘n Space“ zum Beispiel behandelt einen interplanetaren Güterhandel à la Science-Fiction und fordert von den Spielern Koordinationsgeschick, Kommunikation und Behutsamkeit unter Zeitdruck. Solcherlei Kompetenzen gehören in gewisser Form und Ausmaß zu fast jedem Brettspiel. Deshalb ist insbesondere das Lernen ein essentieller Teil des Spielens. Dieses Lernen kommt auch Kindern zugute, welche durch Brettspiele in jedem Fall auch ihre Sozialkompetenz und den Umgang mit Erfolg und Misserfolg wie von selbst verbessern. Die didaktische Komponente spielt sogar für Senioren eine Rolle, sodass Brettspiele zu einer Art Gehirnjogging mit Spaß werden.

Jener Spaß steht natürlich immer im Vordergrund, weshalb ein Spiel auch immer einen hohen Grad an Entspannung bietet. Trotz solcher Vorzüge und der Gelegenheit auf immer neue, unerwartete Spielrunden bleiben unschöne Aspekte wie etwa eine mögliche Sucht gänzlich aus. In dieser Hinsicht sind Brettspiele daher grundsätzlich von Videospielen zu unterscheiden. Letztlich lässt sich feststellen, dass es im Prinzip nur einen wirklichen Nachteil gibt: Brettspielen geht selten allein.

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