Bei dem Brettspiel Dolmen handelt es sich um eine Neuauflage des 2005 von Eggertspiele erschienenen Spiels Dolmengötter. Der Ablauf der Spielrunden ist sehr vielfältig, so dass kein Spiel wie das andere ist. Auch der Sieger bleibt bis zum Ende offen. Die Regeln sind ganz einfach zu verstehen, dennoch ist das Spiel abstrakt und es ist reichlich Taktik gefragt. Deshalb ist das Familien-Brettspiel auch eher für etwas ältere Kinder ab 10 Jahren geeignet.

Erschaffen Sie riesige Steinkreise

Während Sie bei dem Gesellschaftsspiel durch die mystischen Gegenden Irlands wandeln, errichten Sie riesige Steinkreise aus Druidensteinen, in die Sie Ihre Dolmen (auch Megalith genannt) platzieren. Es geht darum, Mehrheiten aus eigenen Dolmen zu bilden. Wer es schafft, diese geschickt aufzustellen bzw. zu stapeln, und auf diese Weise immer weitere Mehrheiten hinzugewinnt, erringt höhere Werte in der Punkteleiste. Das Punktesystem berücksichtigt sowohl die Höhe als auch die Lage eines Dolmen. Die Dolmen sind nämlich häufig in mehreren Farben übereinander gestapelt. Je nachdem, wo Sie Ihre eigenen Dolmen platzieren, sind durchaus große Sprünge auf der Punkteskala möglich. Und genau das ist das Ziel des Spieles: Punkte, Punkte, Punkte!

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Faktor Glück ausgeschaltet

Da das Spiel Dolmen gänzlich ohne Würfel auskommt, bleibt der Faktor Glück außen vor. Hier geht es wirklich nur um strategische Entscheidungen. Entscheiden Sie selbst, ob Sie Ihren Spielgegner in eine Falle locken, oder ob Sie sich lieber darauf konzentrieren, ihre Dolmen-Ansammlungen möglichst rasch zu erweitern. Das Eine wie das Andere haben Vorteile. Letzten Endes kommt es darauf an, wie geschickt der oder die Gegenspieler sind und welche Taktik sie anwenden. Das Augenmerk sollte immer darin liegen, vorauszusehen, inwieweit man bei seinem Spielzug Mehrheiten beeinflusst oder auch eigene Mehrheiten hinzugewinnt.

Jede Aktion wirkt sich auf irgendeine Weise auf den Spielverlauf aus, und nicht immer vorteilhaft für einen selbst. Zumindest nicht immer auf lange Sicht. Manche Ihrer Dolmenanordnungen werden im Spiel an Bedeutung verlieren, sobald ein Gegenspieler seine Steine obenauf schichtet. Deshalb gilt es, einen klaren Kopf zu behalten und, ähnlich wie beim Schachspiel, mehrere Züge im Voraus zu denken.

Spielablauf bei Dolmen

Der jüngste Mitspieler darf mit dem ersten Zug beginnen. Bei jedem Spielzug wird genau eine Aktion von dem Spieler, der gerade an der Reihe ist, durchgeführt. Es gibt drei Möglichkeiten:

  1. Der Spieler setzt einen seiner Druiden (Spielfigur) ein
  2. Eine Figur wird um einen Schritt bewegt
  3. Es wird ein Druide entfernt

Druiden einsetzen

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Wenn Sie einen Ihrer Druiden einsetzen möchten, suchen Sie sich einen freien Knotenpunkt auf dem Spielbrett und stellen Sie ein der Spielfiguren dort ab. Knotenpunkte sind dann frei, wenn sich kein anderer Druide und auch kein anderer Stein auf dem Feld befinden. Sollten Sie bereits alle Ihre Spielfiguren auf dem Brett platziert haben, entfällt dieser Punkt und Sie können keinen weiteren Druiden mehr einsetzen.

Spielfiguren bewegen

Will man einen Druiden bewegen, wandert die Spielfigur von einem Knotenpunkt zum nächsten freien Knotenpunkt. Dabei muss der aktuelle Platz mit dem Zielplatz verbunden sein. Verbindungen gibt es durch

  • Linien
  • Portale der gleichen Rune (bei Knotenpunkten am Rand zählen die genau gegenüber liegenden)
  • Druidenbrücken

Als Druidenbrücken bezeichnet man ganze Ketten, die durchgängig aneinander gereiht sind. Entweder durch Runenportale oder Linien. Ist zwischen Ihrem aktuellen Knotenpunkt und dem Knotenpunkt, zu dem Sie springen möchten, jeder andere dazwischen mit einem Druiden belegt, zählt es nur als 1 Schritt. Dabei ist es unerheblich, welche Farbe die dazwischen stehenden Spielfiguren haben. Die Felder der Druidenbrücke werden in diesem Moment einfach übersprungen. Auch einzelne Druiden zählen als Druidenbrücke. Liegen dazwischen einzelne Steine, ist die Brücke unterbrochen.

Steine sind immer ein Hindernis. Ist Ihr Druide an seinem Zielpunkt angelangt, stellen Sie auf den Punkt, den Sie verlassen haben, einen Ihrer Steine. Durch diese Aktion wird möglicherweise eine Stein-Mehrheit in einem oder mehreren Steinkreisen in die Wege geleitet, was zu einer Dolmenbau-Aktion führt. Die Reihenfolge dürfen Sie dann festlegen. Genauere Einzelheiten zu diesen Aktionen finden Sie in der Anleitung des Spieles. Ebenso wie beim Setzen von Druiden, können Sie diese auch wieder vom Spielplan entfernen, statt einen Schritt zu machen. Auf den leer gewordenen Platz legen Sie einen Ihrer Steine ab.

Spielende bei Dolmen

Hat mindestens einer der teilnehmenden Spieler seinen letzten Dolmen eingesetzt, den letzten Stein platziert oder gar beides, ist die letzte Spielrunde eingeläutet. Die restlichen Spieler dürfen ihre letzte Aktion noch durchführen. Auch Dolmenbauaktionen. Danach wird, wie in der Beschreibung angegeben, ausgewertet. Wer die meisten Punkte erzielt, ist der Sieger des Spiels.

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