„Wer bin ich?“ ist ein einfaches Ratespiel, das fast ohne Vorbereitung auskommt. Jeder Spieler bekommt eine Person, Figur, ein Tier oder einen anderen Begriff zugeteilt, ohne selbst zu wissen, was auf seinem Zettel steht. Durch Fragen, die nur mit Ja oder Nein beantwortet werden dürfen, versucht jeder herauszufinden: Wer bin ich?

Das Spiel eignet sich für einen Spieleabend ebenso wie für Geburtstage, Partys oder eine Runde mit Kindern. Die größte Herausforderung kommt oft schon vor dem ersten Zug: Welche Begriffe schreibt man auf die Zettel?

Deshalb findet ihr hier über 100 Ideen für „Wer bin ich?“, passende Fragen und einige Varianten, mit denen ihr das Spiel an eure Gruppe anpassen könnt.

Wer bin ich: Spielregeln kurz erklärt

Wer bin ich: Spielregeln

Für „Wer bin ich?“ benötigt ihr lediglich:

  • mindestens zwei Spieler, besser drei oder mehr
  • Klebezettel oder kleine Zettel und etwas Klebeband
  • einen Stift für jeden Spieler

Jeder Spieler überlegt sich eine Person, Figur, ein Tier oder einen anderen Begriff für einen Mitspieler und schreibt ihn auf einen Zettel.

Anschließend bekommt jeder seinen Zettel an die Stirn geklebt, ohne ihn vorher zu lesen. Alle anderen dürfen den Begriff sehen.

Nun wird reihum geraten. Dabei dürfen nur Fragen gestellt werden, die sich mit Ja oder Nein beantworten lassen.

Zum Beispiel:

  • Bin ich eine echte Person?
  • Bin ich ein Mann?
  • Lebe ich noch?
  • Bin ich aus einem Film bekannt?
  • Bin ich ein Tier?
  • Kann ich fliegen?

Vor dem Start solltet ihr noch festlegen, wie lange ein Spieler an der Reihe bleibt. Eine einfache Regel ist: Solange eine Frage mit „Ja“ beantwortet wird, darf weitergefragt werden. Bei einem „Nein“ ist der nächste Spieler an der Reihe.

Wer seine Identität zuerst richtig errät, gewinnt. Ihr könnt aber genauso lange weiterspielen, bis jeder seinen Begriff herausgefunden hat.

Über 100 Ideen für „Wer bin ich?“

Die besten Begriffe sind weder sofort offensichtlich noch völlig unbekannt. Idealerweise kennen alle Mitspieler die Person, Figur oder Sache zumindest grob.

Mit dieser Auswahl könnt ihr direkt eine Runde starten:

KategorieIdeen für „Wer bin ich?“
Bekannte PersonenAlbert Einstein, Michael Jackson, Beyoncé, Arnold Schwarzenegger, Heidi Klum, David Beckham, Helene Fischer, Johnny Depp, Emma Watson, Michael Schumacher, Sandra Bullock, Brad Pitt, George Clooney, Michelle Obama, Lady Diana, Greta Thunberg
Historische PersönlichkeitenMarie Curie, Leonardo da Vinci, Napoleon Bonaparte, Kleopatra, Ludwig van Beethoven, Wolfgang Amadeus Mozart, Albert Schweitzer, Christoph Kolumbus, Martin Luther, Neil Armstrong
Film & ComicBatman, Superman, Spider-Man, Iron Man, Asterix, Obelix, Harry Potter, Darth Vader, James Bond, Indiana Jones, Sherlock Holmes, Captain America, Hulk, Wonder Woman, Garfield
KinderfigurenMicky Maus, Donald Duck, Dagobert Duck, SpongeBob, Pumuckl, Peter Pan, Aschenputtel, Nemo, Goofy, Bugs Bunny, Bob der Baumeister, Krümelmonster, Papa Schlumpf, Biene Maja, Wickie
TiereHund, Katze, Pferd, Elefant, Maus, Papagei, Tiger, Schlange, Schmetterling, Biene, Krokodil, Schildkröte, Giraffe, Affe, Adler, Löwe, Pinguin, Delfin, Känguru, Zebra
BerufeLehrer, Ärztin, Polizist, Feuerwehrfrau, Bäcker, Koch, Tierärztin, Programmierer, Mechanikerin, Apotheker, Schreiner, Verkäuferin, Professor, Grafikerin, Trainer, Friseur, Pilotin, Anwalt, Elektrikerin, Gärtner
GegenständeZahnbürste, Kühlschrank, Fahrrad, Regenschirm, Staubsauger, Handy, Taschenlampe, Toaster, Wecker, Sonnenbrille, Koffer, Hammer, Fernseher, Schlüssel, Kaffeemaschine
Essen & TrinkenPizza, Hamburger, Spaghetti, Schokolade, Banane, Apfel, Pommes, Eis, Käse, Popcorn, Kaffee, Wassermelone, Brezel, Pfannkuchen, Erdbeere

Ihr müsst natürlich nicht alle Kategorien mischen. Gerade bei größeren Gruppen macht es Spaß, eine komplette Runde nur mit Filmfiguren, Tieren, Berufen oder bekannten Personen zu spielen.

Wer bin ich Ideen für Erwachsene

Bei Erwachsenen könnt ihr die Schwierigkeit gut an die Gruppe anpassen.

Für eine lockere Partyrunde eignen sich bekannte Personen und Figuren, die fast jeder kennt. Dazu gehören beispielsweise Albert Einstein, Michael Jackson, Heidi Klum, Batman oder James Bond.

Kennt sich eure Gruppe dagegen besonders gut mit Filmen, Musik, Sport oder Geschichte aus, könnt ihr die Begriffe anspruchsvoller wählen.

Wichtig ist dabei eine einfache Regel:

Ein schwieriger Begriff sollte schwer zu erraten, aber nicht schwer zu kennen sein.

Eine historische Person, die alle zumindest dem Namen nach kennen, kann ein guter Begriff sein. Eine Person, von der nur derjenige gehört hat, der sie auf den Zettel geschrieben hat, sorgt dagegen meistens nur für Frust.

Wer bin ich Ideen für Kinder

Mit Kindern funktioniert „Wer bin ich?“ besonders gut, wenn die Begriffe aus ihrer Lebenswelt stammen.

Geeignet sind beispielsweise:

  • bekannte Zeichentrickfiguren
  • Tiere
  • Märchenfiguren
  • Superhelden
  • bekannte Berufe
  • Gegenstände aus dem Alltag

Je jünger die Kinder sind, desto einfacher sollten die Begriffe sein. Ein Hund, Elefant oder SpongeBob ist für ein jüngeres Kind wesentlich leichter einzugrenzen als eine historische Persönlichkeit.

Wenn Kinder und Erwachsene gemeinsam spielen, könnt ihr unterschiedliche Schwierigkeitsgrade verwenden. Erwachsene bekommen schwierigere Begriffe, während die Kinder bekannte Tiere oder Figuren erraten.

Bei jüngeren Kindern kann außerdem jeder einmal pro Runde einen zusätzlichen Tipp verlangen.

Die besten Fragen für „Wer bin ich?“

Gute Fragen helfen dabei, möglichst viele Möglichkeiten auf einmal auszuschließen.

Deshalb ist die Frage

„Bin ich ein Mensch?“

am Anfang meistens hilfreicher als:

„Habe ich blonde Haare?“

Mit einigen allgemeinen Fragen könnt ihr zunächst herausfinden, zu welcher Kategorie euer Begriff gehört. Danach werden die Fragen immer konkreter.

Gute Fragen zum Einstieg

  • Bin ich eine echte Person?
  • Bin ich ein Mensch?
  • Bin ich ein Tier?
  • Bin ich eine erfundene Figur?
  • Bin ich ein Gegenstand?
  • Lebe ich noch?
  • Bin ich männlich?
  • Bin ich weiblich?
  • Bin ich international bekannt?
  • Gibt es mich wirklich?

Fragen für bekannte Personen

Habt ihr herausgefunden, dass ihr eine echte Person seid, helfen Fragen zu Beruf, Herkunft und Bekanntheit:

  • Bin ich Schauspieler oder Schauspielerin?
  • Bin ich Musiker oder Musikerin?
  • Bin ich Sportler oder Sportlerin?
  • Bin ich aus dem Fernsehen bekannt?
  • Bin ich für meine Musik bekannt?
  • Habe ich in bekannten Filmen mitgespielt?
  • Komme ich aus Deutschland?
  • Lebe ich noch?
  • Bin ich älter als 50 Jahre?
  • Habe ich etwas erfunden oder entdeckt?

Fragen für Film- und Comicfiguren

Bei erfundenen Figuren könnt ihr zunächst herausfinden, woher die Figur stammt:

  • Komme ich in einem Film vor?
  • Komme ich in einer Serie vor?
  • Bin ich eine Zeichentrickfigur?
  • Bin ich ein Mensch?
  • Habe ich Superkräfte?
  • Bin ich ein Held?
  • Bin ich ein Bösewicht?
  • Kann ich fliegen?
  • Trage ich ein besonderes Kostüm?
  • Bin ich Teil einer bekannten Gruppe?

Fragen für Tiere

Bei Tieren helfen körperliche Merkmale und der Lebensraum:

  • Habe ich Fell?
  • Habe ich Federn?
  • Habe ich vier Beine?
  • Kann ich fliegen?
  • Kann ich schwimmen?
  • Lebe ich hauptsächlich im Wasser?
  • Bin ich größer als ein Mensch?
  • Bin ich ein Haustier?
  • Lebe ich normalerweise in Europa?
  • Bin ich für Menschen gefährlich?

Fragen für Berufe

Bei einem Beruf könnt ihr euch Schritt für Schritt an die Tätigkeit herantasten:

  • Arbeite ich meistens in einem Gebäude?
  • Arbeite ich draußen?
  • Arbeite ich mit Menschen?
  • Arbeite ich mit Tieren?
  • Trage ich bei der Arbeit eine Uniform?
  • Benutze ich Werkzeug?
  • Arbeite ich häufig am Computer?
  • Muss man für meinen Beruf studieren?
  • Arbeite ich im Gesundheitsbereich?
  • Fahre ich beruflich ein Fahrzeug?

Welche Fragen sollte man zuerst stellen?

Beim Raten lohnt es sich, vom Allgemeinen zum Besonderen vorzugehen.

Angenommen, auf eurem Zettel steht eine bekannte Schauspielerin. Statt sofort Namen zu raten, könnt ihr die Möglichkeiten Schritt für Schritt verkleinern:

  1. Bin ich ein Mensch?
  2. Bin ich eine echte Person?
  3. Lebe ich noch?
  4. Bin ich eine Frau?
  5. Bin ich durch Filme bekannt?
  6. Komme ich aus den USA?
  7. Habe ich in einem sehr bekannten Film mitgespielt?

Mit jeder Antwort wird die Gruppe möglicher Personen kleiner.

Wer dagegen direkt fragt „Bin ich Emma Watson?“, hat zwar vielleicht Glück, bekommt aber kaum Informationen, wenn die Antwort Nein lautet.

So findet ihr gute Begriffe

Ein gutes „Wer bin ich?“-Spiel steht und fällt mit der Auswahl der Begriffe.

Die Begriffe sollten bekannt sein

Als Faustregel könnt ihr verwenden:

Mindestens die Hälfte der Runde sollte den Begriff ohne Nachschlagen kennen.

Bei Familienfeiern oder Gruppen mit großem Altersunterschied eignen sich deshalb bekannte Figuren, Tiere und internationale Persönlichkeiten besonders gut.

Passt die Schwierigkeit an

Für Anfänger:

  • Tiere
  • Superhelden
  • bekannte Filmfiguren
  • sehr bekannte Personen

Für erfahrene Spieler:

  • historische Persönlichkeiten
  • weniger offensichtliche Filmfiguren
  • Berufe
  • Gegenstände

Für Experten könnt ihr eine sehr enge Kategorie festlegen, etwa ausschließlich Figuren aus einer bestimmten Filmreihe.

Vermeidet Insider, die nur zwei Personen kennen

Natürlich können Insider lustig sein. Wenn aber nur zwei von acht Spielern wissen, wer gemeint ist, hat der Ratende kaum eine faire Chance.

Solche Begriffe eignen sich deshalb eher für Gruppen, in denen sich alle gut kennen.

5 Varianten für mehr Abwechslung

Wenn ihr das klassische „Wer bin ich?“ schon häufig gespielt habt, könnt ihr die Regeln leicht verändern.

1. Nur eine Kategorie

Alle Begriffe stammen aus derselben Kategorie.

Zum Beispiel:

  • Filmfiguren
  • Musiker
  • Sportler
  • Tiere
  • Berufe
  • historische Personen

Weil jeder die Kategorie kennt, könnt ihr dafür etwas schwierigere Begriffe auswählen.

2. Mit Zeitlimit

Jeder Spieler bekommt beispielsweise 60 oder 90 Sekunden Zeit.

In dieser Zeit darf er so viele Fragen stellen, wie er möchte. Errät er seinen Begriff nicht, ist der nächste Spieler an der Reihe.

Diese Variante eignet sich besonders gut für größere Gruppen.

3. Nur zehn Fragen

Jeder Spieler darf maximal zehn Ja-Nein-Fragen stellen.

Danach muss er sagen, wer oder was er seiner Meinung nach ist.

Dadurch wird die Auswahl der Fragen wichtiger und das Spiel etwas taktischer.

4. Wer bin ich in Teams

Bei vielen Teilnehmern könnt ihr zwei oder mehr Teams bilden.

Aus jedem Team tritt jeweils ein Spieler an und versucht, seinen Begriff zu erraten. Für jeden richtig geratenen Begriff erhält das Team einen Punkt.

Nach einer vorher vereinbarten Anzahl von Runden gewinnt das Team mit den meisten Punkten.

5. Wer bin ich für Kinder mit Joker

Jedes Kind erhält einen Joker.

Kommt es beim Raten nicht weiter, darf es den Joker einsetzen und bekommt von den anderen Spielern einen zusätzlichen Hinweis.

Bei einem Tier könnte der Tipp zum Beispiel lauten:

„Du lebst normalerweise in Afrika.“

Danach wird mit Ja-Nein-Fragen weitergeraten.

Beispiel: So läuft eine Runde ab

Angenommen, auf deinem Zettel steht Albert Einstein.

Du kannst den Zettel selbst nicht sehen und beginnst zu fragen:

„Bin ich eine echte Person?“

Ja.

„Lebe ich noch?“

Nein.

„War ich ein Künstler?“

Nein.

„War ich Wissenschaftler?“

Ja.

„Bin ich für Physik bekannt?“

Ja.

„Bin ich Albert Einstein?“

Ja.

Damit hast du deinen Begriff erraten.

Das Beispiel zeigt auch, warum allgemeine Fragen am Anfang so hilfreich sind: Mit jeder Antwort schließt du eine ganze Gruppe möglicher Begriffe aus.

Schnellstart: 20 Begriffe für die nächste Runde

Falls ihr keine Zeit habt, lange Begriffe auszuwählen, könnt ihr einfach diese 20 auf Zettel schreiben:

Albert Einstein, Beyoncé, Batman, Pumuckl, Michael Jackson, Giraffe, Spider-Man, Marie Curie, Garfield, Elefant, Arnold Schwarzenegger, SpongeBob, Astrid Lindgren, Superman, Delfin, Emma Watson, Donald Duck, Leonardo da Vinci, Pinguin und Asterix.

Mischt die Zettel und verteilt sie, ohne dass jemand seinen eigenen Begriff sieht.

Dann müsst ihr nur noch die Zettel an der Stirn befestigen – und die erste Frage kann kommen.

Wer lieber zeichnet statt Fragen zu stellen, kann als Alternative Montagsmaler ausprobieren.

Hier noch ein paar lustige Videos zum Spiel

Kilian Eggerts

One Reply to “Wer bin ich: über 100 Ideen, Fragen & Spielregeln”

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