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Behörden europaweit setzen immer häufiger auf eine Zahlungssperre im Online Casino, um unerwünschte Anbieter vom Markt zu verdrängen. Wie funktioniert eine solche Zahlungssperre? Ist eine Zahlungssperre auch in Deutschland in Planung? Wir geben Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Eine Auswahl der besten Anbieter ohne Zahlungssperre

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5.0

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Curacao Lizenz ohne Limits

Euer Willkommensgeschenk
MegaSlot Casino 100% bis zu 200€
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Top Spiele 2022:
5Gringos
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4.8
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Oh My Spins
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National Casino 550€ Bonus + 250 Freispiele
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Magical Spin Casino 3000€ Bonus + bis zu 100FS
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Ricky Casino bis 1200 € Bonus und 120 Free Spins auf die ersten 6 Einzahlungen
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Casinoly
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Spielen ohne Einsatz-Limits

Was ist eine Zahlungssperre im Online Casino?

zahlungssperre

Eine Zahlungssperre im Online Casino wird technisch durch Zahlungsdiensteanbieter umgesetzt. Dabei kann es sich zum Kreditkartengesellschaften, E-Wallet-Betreiber, Zahlungsauslösedienste etc. handeln.

Zahlungsdienste schlüsseln Empfänger von Zahlungen nach Branchen auf. Zu den aufgeschlüsselten Branchen gehören auch Glücksspielbetreiber. Zahlungsdienste können festlegen, dass über ihre Plattformen keine Einzahlungen bei Glücksspielbetreibern möglich sind.

Hat ein Zahlungsdienst eine Zahlungssperre für Online Casinos eingerichtet, können Nutzer des Dienstes keine Einzahlung im Online Casino mehr durchführen. Umgekehrt kann das Casino dem Spieler auch keine Auszahlungen senden. Häufig gilt die Sperre nur für die Nutzer eines bestimmten Landes und nicht für alle Nutzer des Zahlungsdienstes.

Der Grund für die Einrichtung von Zahlungssperren im Online Casino durch Zahlungsdienste ist häufig rechtlicher Natur. So wurden Zahlungsdiensteanbieter bereits zur Erstattung von Verlusten verurteilt, die Spieler in Online Casinos erlitten haben.

Der Hintergrund: Glücksspiel im Internet war in Deutschland lange nicht abschließend geregelt. Viele Anbieter bewegten sich in einem Graumarkt. So gibt es Anbieter mit Sitz im EU Ausland, die sich auf die Niederlassungsfreiheit von Unternehmen in der EU berufen.

Ob dies auch für Online Casinos gilt, ist jedoch umstritten – zumindest sehen es nicht alle deutschen Behörden so. Auch unter den deutschen Bundesländern gab es lange Zeit keine einheitliche Regulierung. Schleswig-Holstein etwa vergab Lizenzen an Onlinecasinos, die in anderen Bundesländern verboten waren.

Rechtliche Risiken für Zahlungsdiensteanbieter

Die unklare rechtliche Regelung stellt für Zahlungsdiensteanbieter ein Risiko dar. Unter Umständen können die Zahlungsdienstleister zu Schadenersatz gegenüber geschädigten Spielern verpflichtet werden.

Zahlt ein Spieler mit einem Zahlungsdienst Geld bei einem nichts ausreichend lizenzierten Online Casino ein und verliert er, könnte er den Zahlungsdienst verklagen. Zahlungsdienstleister unterliegen möglicherweise einem Mitwirkungsverbot bei illegalem Glücksspiel.

Unter anderem das Amtsgericht Neuss (Az.: 86 C 155/20) und das Landgericht Ulm (Az.: 4 O 202/18) vertraten bereits die Sichtweise, dass Zahlungsdienstleister gegen ein Mitwirkungsverbot verstoßen, wenn Spieler über die Plattform bei nicht zugelassenen Online Casinos einzahlen.

Eine abschließende Entscheidung des Bundesgerichtshofs (BGH) zu der Frage steht allerdings noch aus. Bis die oberste Rechtsprechung hier Klarheit geschaffen hat, sind Einzahlungen im Online Casino deshalb grundsätzlich weiterhin möglich.

Es keinesfalls sicher, dass die Rechtsprechung einen Schadensersatzanspruch gegen Zahlungsdienstleister auf Rückzahlung der getätigten Spieleinsätze beschließt. Das Oberlandesgericht München hatte bereits im Februar 2020 im Rahmen eines Beschlusses ausgeführt, dass ein solcher Anspruch gegen Zahlungsauslösedienste nicht bestehe, da diese lediglich als Bote des Zahlers agierten. (8 U 5467/19)

Wozu dienen Zahlungssperren im Online Casino?

Der Glücksspielmarkt im Internet ist letztlich international, grenzenlos und damit auch nur bedingt auf nationaler Ebene zu regulieren. Dies ist vielen Regulatoren ein Dorn im Auge. Behörden möchten verhindern, dass ihre Einwohner ohne ihre Zustimmung auf Webseiten anderer Ländern zugreifen und dort als Verbraucher/Konsument in Erscheinung treten.

Der Besuch ausländischer Webseiten lässt sich technisch jedoch kaum verhindern – und selbst wenn technische Maßnahmen ergriffen werden, lassen diese sich relativ leicht umgehen. Alle ausländischen Onlinecasinos sind jedoch auf Einzahlungen angewiesen.

Irgendwie müssen Spieler Geld auf das Spielkonto transferieren – und benötigen dafür Zahlungsdiensteanbieter wie Kreditkartengesellschaften, Banken, Walletbetreiber etc. Die Zahlungen haben die Regulierungsbehörden als Nadelöhr ausgemacht, das es zu schließen gelte. Damit wollen Aufsichtsbehörden gegen nicht national reguliertes Glücksspiel vorgehen und diesen unerwünschten Markt am liebsten austrocknen.

Graumarkt und lizenzierter Markt stehen im Wettbewerb

Ein Grund für Zahlungssperren im Online Casino ist die Sorge des Fiskus um seine Steuereinnahmen. Schließlich sind im Ausland ansässige Anbieter in Deutschland häufig nicht steuerpflichtig – die Einnahmen aus dem Glücksspiel fließen somit anderen Ländern zu.

Online Casinos aus dem Ausland können Spielern häufig ein besseres Angebot unterbreiten als deutsche Konkurrenten. Der Grund dafür ist die strenge deutsche Regulierung. Diese sieht zum Beispiel ein sehr knapp bemessenes monatliches Einzahlungslimit in Höhe von 1000 EUR vor – und zwar anbieterübergreifend über alle deutschen Onlinecasinos hinweg.

Spieler dürfen in Deutschland bei Slots nicht mehr als 1 EUR pro Spielrunde einsetzen, müssen alle 60 Minuten eine fünfminütige Pause einlegen, eine Verzögerung des Spielvorgangs durch die 5 Sekunden Regel erdulden und zudem auf eine ganze Reihe von Spielen verzichten.

So sind in Deutschland etwa Jackpots untersagt – und ebenso Automaten, die klassische Bankhalterspiele wie Roulette, Blackjack oder Baccarat abbilden. Diese Spiele gibt es auch nicht als klassische Online Casinospiele – jedenfalls bis jetzt.

Der Grund: Während für virtuelle Spielautomaten und Poker eine zentrale Behörde zuständig ist, verbleibt die Konzessionierung von Bankhalterspielen im Zuständigkeitsbereich der Länder. Diese haben häufig noch keine Konzessionen vergeben – so dass die Spiele auch nicht angeboten werden können. Zudem dürfen Angebote der Bundesländer nur von Spielern wahrgenommen werden, die auch ihren Wohnsitz im betreffenden Bundesland haben. Allein dies dürfte auf dem deutschen Glücksspielmarkt im Netz künftig für erhebliche Verwirrung sorgen.

Nicht zuletzt gilt in Deutschland eine recht eigentümliche Besteuerung. So fällt für Einsätze bei Slots und Onlinepoker eine Steuer in Höhe von 5,3 % an. Viele Spiele mit attraktiven Ausschüttungsquoten wurden deshalb aus dem Sortiment entfernt – sind im Ausland aber weiterhin verfügbar. Der Grund: Im Ausland werden nicht Einsätze, sondern Bruttospielerträge besteuert.

Zahlungssperre lässt sich auch mit VPN kaum umgehen

In der Vergangenheit haben Behörden bereits versucht, durch Geoblocking die Angebote ausländischer Anbieter unzugänglich zu machen. Beim Geoblocking können Nutzer mit IP-Adressen aus einem bestimmten Land nicht auf Internetangebote zugreifen. Ein Internetnutzer mit einer deutschen IP-Adresse kann ein auf diese Art geblocktes Auslandscasino also nicht besuchen – jedenfalls im Regelfall.

Der Internetnutzer könnte ein virtuelles privates Netzwerk (VPN) nutzen, einen Remote Server im Ausland wählen und über diesen dem Online Casino einen Besuch abstatten. Dagegen haben die Behörden wenig auszurichten. Die Zahlungssperre wirkt hier aber trotzdem. Schließlich müssen Spieler bei einem Casino Geld einzahlen, um Einsätze tätigen zu können.

Die Zahlungssperre lässt sich auch nicht mit einem VPN umgehen, da sie sich auf ein Nutzerkonto bezieht, das Deutschland zugeordnet wird. Die Eröffnung eines Benutzerkontos bei einem ausländischen Zahlungsdienst ist dagegen nur mit großen Hürden möglich, ohne in diesem Land auch einen dauerhaften Wohnsitz nachzuweisen.

Blick ins Ausland: Wo gibt es Zahlungssperren im Online Casino bereits?

skandinavien

In vielen Ländern gibt es bereits Zahlungssperren im Online Casino. Die Resultate der Maßnahmen sind dabei uneinheitlich und zudem rechtlich umstritten.

Finnland

In Finnland gilt de facto ein Glücksspielmonopol. Die finnische Regierung will deshalb das Glücksspiel außerhalb Finnlands beschränken – und zählt dazu auch ausländische Onlinecasinos, die auf dem nationalen Markt via Internet aktiv sind.

Im Dezember 2021 wurden deshalb Zahlungssperren beschlossen. Banken, Kreditkartengesellschaften und andere regulierte Zahlungsdienste dürfen Spielern weder Ein- noch Auszahlungen bei Online Casinos ermöglichen, die nicht nach finnischem Recht lizenziert sind. Die Regelung tritt zum 1. Januar 2023 in Kraft.

Der Europäische Glücksspiel- und Wettverband (EGBA) kritisierte die Maßnahmen und mahnte stattdessen eine Reform des nationalen Glücksspielsektors an. Mit den Zahlungssperren sollten finnische Verbraucher davon abgehalten werden, nicht-finnische Webseiten zu besuchen. Die Wahlmöglichkeiten und Freiheiten der Verbraucher würden dadurch eingeschränkt.

Norwegen

Bereits im Jahr 2010 hatte das norwegische Kultusministerium eine Regelung erlassen, nach der Banken Einzahlungen bei Online Casinos unter bestimmten Bedingungen blockieren müssen. Die Pflicht zur Blockade gilt, wenn Empfänger oder Sender einer Zahlung ein nach norwegischem Recht illegales Glücksspielunternehmen ist.

Im August 2019 entschied das Bezirksgericht Oslo, dass diese Regelung legal sei. Geklagt hatte das auf Malta ansässige Zahlungsunternehmen Entercash gemeinsam mit der European Gambling & Betting Association (EGBA) unter Hinweis auf das EWR Recht, das solche Zahlungssperren nicht zulasse.

Die Richter sahen es offensichtlich anders. In Norwegen gilt – anders als in den weitreichend liberalisierten Glücksspielmärkten Schwedens und Dänemarks – noch immer ein staatliches Quasi-Glücksspielmonopol.

Im Januar 2020 wurden die Zahlungssperren durch die norwegische Regierung noch einmal verschärft – was auch ein Beleg dafür ist, dass die initial eingerichteten Zahlungssperren nicht wie gewünscht wirkten.

Zur Begründung der Verschärfung Januar 2020 nannte die Regierung Zahlen. Demnach hatten nicht im Inland lizenzierte Anbieter 2019 Umsätze im Bereich von 590 Millionen EUR erzielt – und zwar mit 250.000 norwegischen Spielern.

Als Grund führte die Regierung Umgehungspraktiken der ausländischen Anbieter an. Diese nutzten offenbar zwischengeschaltete Unternehmen für die Zahlungen. Die neuen Regelungen sehen deshalb eine Prüfpflicht von Banken, Kreditkartengesellschaften und anderen Zahlungsdiensteanbietern bei bestimmten Zahlungen vor.

Großbritannien

Spieler in Großbritannien dürfen seit dem Jahr 2020 in Onlinecasinos nicht mehr mit Kreditkarten einzahlen. Das Verbot wurde durch die Aufsichtsbehörden erlassen und mit problematischem Spielverhalten bei 800.000 Briten begründet.

Auch andere Zahlungsdienstleister bieten für den britischen Markt Zahlungssperren in Onlinecasinos an. Der Dienstleister Klarna etwa hat pay-now-buy-later“ Funktion für Einzahlungen bei Glücksspielanbietern gesperrt.

Sofortüberweisungen mit Klarna sind davon nicht betroffen. Lediglich Zahlungsvarianten mit Kreditfunktion sollen bei Online Casinos nicht mehr genutzt werden können. Spielern soll es so nicht möglich sein, sich für die Spielteilnahme zu verschulden – auch nicht in Form einer Zahlung mit einfachem Zahlungsziel.

Zusätzlich wurde ein freiwilliges System entwickelt, mit dem sich Spieler selbst von Einzahlungen bei Online Casinos ausschließen können. Diese Sperre kann auf Antrag eingerichtet werden. Die ausführende Bank muss die Überweisung dann ablehnen. Um die Sperre einzurichten, ist ein Aktivierungscode notwendig – den bereits 400.000 britische Kunden eingesetzt haben. Klarna arbeitet dazu mit zahlreichen Banken zusammen.

Die britische Barclays Bank hat in der Vergangenheit bereits eine Cooling-Off-Periode für eingerichtete Zahlungssperren auf Konten und Karten angeboten. Wer sich dafür entschied, richtete automatisch eine 72-stündige Bedenkzeit ein. Erst nach Ablauf dieser Bedenkzeit wurde die Aufhebung einer Zahlungssperre im Online Casino wirksam.

Schweden

Die schwedische Regierung plant eine Verschärfung des Glücksspielgesetzes. Insbesondere soll nicht in Schweden reguliertes Glücksspiel stärker unterbunden werden. In Kraft treten soll das Gesetz zum 1. Januar 2023.

Zahlungsdienste sollen verpflichtet werden, Glücksspielanbieter ohne schwedische Lizenz zu blockieren. Technische Sperren wie IP Blocking erachtet die schwedische Regierung dagegen als ungeeignet. Diese Maßnahmen seien zum einen leicht zu umgehen, stünden zum anderen mit der Verfassung im Konflikt.

In Schweden gibt es 91 lizenzierte Glücksspielunternehmen aus dem In- und Ausland – 66 davon mit Lizenzen für Glücksspiel im Internet. Dieser Markt ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen. Grund dafür ist die Liberalisierung vor einigen Jahren.

Zahlungssperre im Online Casino in Deutschland: Wie ist der Stand?

deutschland

In Deutschland ist am 1.7.2021 der neue Glücksspielstaatsvertrag in Kraft getreten. Dieser benennt die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) als zuständig für die Bekämpfung illegalen Glücksspiels. Die Behörde ist derzeit im Aufbau und will ab 2021 den Betrieb vollständig aufnehmen. Bereits ab Mitte 2022 soll gegen illegale Glücksspielangebote und die Werbung dafür vorgegangen werden. Ein genauer Maßnahmenkatalog wurde dagegen noch nicht vorgestellt. Es ist jedoch sehr wahrscheinlich, dass die in Halle an der Saale ansässige Behörde dabei auch auf Zahlungssperren im Online Casino zurückgreifen könnte.

Neu sind solche Überlegungen in Deutschland nicht. Die niedersächsische Landesregierung hatte bereits einen Erlass über Sperrverfügungen an Zahlungsdienstleister erlassen. Diese richtete sich gegen ein namentlich nicht genanntes Unternehmen und erfolgte bereits im Juni 2019. An die Maßnahme schloss Kritik unter anderem der European Gaming and Betting Association (EGBA) und der niedersächsischen FDP an.

Zahlungssperre im Online Casino umgehen: Ist es möglich?

Häufig ist eine Zahlungssperre im Online Casino recht leicht zu umgehen. Zum einen sind selten alle Zahlungsdienstleister für Einzahlungen gesperrt. Mit dem Ausweichen auf eine andere E-Wallet eröffnet sich Spielern meist bereits die Möglichkeit zur Einzahlung. Zum anderen gibt es Zahlungsmethoden, die nicht oder nur sehr eingeschränkt der behördlichen Kontrolle unterliegen.

Mit Bitcoin einzahlen

bitcoin

Das beste Beispiel dafür ist die Kryptowährung Bitcoin. Einzahlungen mit Bitcoin sind in Online Casinos grundsätzlich auf zwei Wegen möglich: Zum einen über Krypto Zahlungsdienstleister, zum anderen direkt über die Blockchain. Zahlungen in der letzterer Variante können nicht durch Geoblocking oder andere Maßnahmen unterbunden werden. Zahlungen über Krypto Zahlungsdienstleister können behördlich untersagt werden, wenn der Zahlungsdienstleister reguliert wird. Dies jedoch nicht bei allen Zahlungsdienstleistern der Fall.

Fazit

Zahlungssperren im Online Casino sind ein durch Behörden mittels an Anordnung gegenüber Zahlungsdienstleistern eingesetztes Mittel, um unerwünschte Online Casinos vom Zahlungsverkehr abzuschneiden.

Wird eine solchen Sperre eingerichtet, sind Einzahlungen mittels Banküberweisung, Kreditkarte, E-Wallet, Zahlungsauslösedienste etc. bei Online Casinos nicht mehr ohne weiteres möglich. Nicht jede Zahlungssperre gilt automatisch für alle Zahlungsdienstleister – in Großbritannien etwa sind bislang vor allem Zahlungsmöglichkeiten mit Kreditfunktion betroffen.

In Deutschland wurden Zahlungssperren im Online Casino bereits durch die niedersächsische Landesregierung angewandt. Zukünftig könnten solche Sperren durch die neue Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) eingesetzt werden. Spielern bleiben verschiedene Ausweichmöglichkeiten wie nicht von einer Sperre betroffene Zahlungsdienste und Kryptowährungen.

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